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Malteser in Bruchsal

AFD-Veranstaltung in Bruchsal erfordert Vorhaltung zusätzlicher Rettungskräfte

04.06.2018
Rettungswagen Malteser Bruchsal, Rettungsdienst in Haupt- und Ehrenamt, verschiedene Rettungsmittel im Hof der Rettungswache
Zusätzliche Rettungstransportwagen und Krankentransportwagen sowie ein Notarzteinsatzfahrzeug im Hof der Rettungswache der Malteser in Bruchsal

Die Malteser in Bruchsal befanden sich am 02. Juni aufgrund der AFD-Kundgebung in erhöhter Alarmbereitschaft. Bereits im Vorfeld der Veranstaltung mit Björn (alias Bernd) Höcke wurde mit möglichen Ausschreitungen gerechnet. Eine umfassende Gefahrenbeurteilung und Einsatzplanung der Malteser ergab die Notwendigkeit, zusätzliche Rettungsmittel vorzuhalten. 


Zum Hintergrund:
Bruchsaler organisieren bunte Alternativveranstaltung
Vor der eigentlichen AFD-Veranstaltung versammelten sich rund 1.200 Menschen und bildeten eine Menschenkette durch die gesamte Innenstadt als Symbol des Friedens und der Weltoffenheit der Stadt. Hierzu aufgerufen hatte das Bündnis "Wir für Menschlichkeit“, das aus zahlreichen Organisationen, darunter Gewerkschaften, Parteien, Kirchen und Kulturvereinen besteht.

Alternative Geräuschkulisse
Zur eigentlichen Rede des umstrittenen Politikers fanden sich laut Polizeiangaben rund 480 Personen auf dem Friedrichsplatz ein, die unabhängig der politischen Rederei von allerlei kreativem Lärm und lautstarkem Gesang von allen erdenklichen Seiten beschallt wurden. Dazwischen die Polizei, die mit 800 Beamten der Bundes- und Landespolizei und teilweise „schwerem Geschütz“ eine räumliche Distanz sicherstellte. Die vorgehaltenen Wasserwerfer, Hunde- und Reiterstaffeln mussten hierbei erfreulicherweise nicht eingesetzt werden. 

Führungsstab im Feuerwerhaus
Geleitet wurde der Einsatz von Vertretern der Polizei, der Feuerwehr, einem Vertreter der Malteser sowie einem leitenden Notarzt, die sich im Gerätehaus der Feuerwehr Bruchsal zu einem Führungsstab zusammengefunden hatten. Erfreulicherweise verlief der Einsatz weitestgehend ruhig. Lediglich drei Hilfeleistungen und ein Transport in eine Karlsruher Klinik mussten erbracht werden.

Zusätzliche Rettungswagen besetzt
Für das Auge der Teilnehmer nicht sichtbar, bereiteten sich die Bruchsaler Hilfsorganisationen auf die Veranstaltung vor. Am Standort der Malteser in der Bruchsaler Friedhofstraße waren beispielsweise zusätzlich zwei Rettungswagen und zwei Krankentransportwagen besetzt sowie ein Notarzteinsatzfahrzeug in Alarmbereitschaft versetzt. Die Schnell-Einsatz-Gruppe befand sich den gesamten Tag über in erhöhter Alarmbereitschaft und hätte im Bedarfsfall rasch hinzugezogen werden können. Der DRK OV Bruchsal besetzte am Vormittag zusätzlich einen Rettungswagen in der Zollhallenstraße.

Unterstützt wurden die ehrenamtlichen Bruchsaler Helfer durch Mitarbeiter des Hauptamts, sowie ehrenamtlichen Helfer der Malteser in Karlsruhe. (nic)

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