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Malteser in Bruchsal

Schnelleinsatzgruppe Erstversorgung der Malteser Bruchsal bewährt sich bei Übung am Rollenbergtunnel

20.11.2018
Gerätewagen SAN und Behandlungsplatz bei ICE Unfall am Rollenbergtunnel
Gerätewagen SAN und Behandlungsplatz bei ICE Unfall am Rollenbergtunnel (www.Einsatz-Report24.de)

Bei der großen Übung am Rollenbergtunnel in Bruchsal waren auch die Malteser aus dem Bezirk Bruchsal-Karlsruhe mit 23 Einsatzkräften die gesamte Nacht im Einsatz. Neben einem Rettungswagen für die Simulation des Rettungsdienstes und einem Rettungswagen für reale Einsätze während der Übung, wurde auch die neu gebildete Schnelleinsatzgruppe Erstversorgung und der dafür vorgehaltene Gerätewagen Sanitätsdienst einer intensiven Bewährungsprobe unterzogen. Die Malteser wurden mit der Aufgabe betraut, eine strukturierte Verletztenablage am Westportal des Rollenbergtunnels aufzubauen und zu betreiben. Dabei wurden das Schnelleinsatzzelt und die Zeltheizung, sowie das gesamte notfalltechnische Equipment des Gerätewagens Sanitätsdienst zum ersten Mal im Einsatz getestet.

Die Aufgaben waren den Maltesern von der Übungsleitung unter Mitwirkung von Steffen Brunner zugeteilt worden, um das Zusammenspiel der Einsatzkräfte der verschiedenen Organisationen zu erproben.

Unter Führung des Leitenden Notarztes der Malteser, Dr. Michael Reindl, wurden am Westportal alle Patienten gesichtet und den anwesenden Kräften zur weiteren Versorgung zugeteilt. Die Aufgabe des SEG-Leiters Tobias Lorenz bestand darin, die Arbeit der Kräfte in der Patientenablage zu koordinieren. Nachdem die Patienten erstversorgt waren, wurden sie dann vom Abschnittsleiter „Patiententransport“ (Nico Klettenheimer) an die angeforderten Rettungswagen übergeben, um sie schlussendlich in das nahegelegte Krankenhaus Bruchsal zu transportieren.

Zusätzlich wurde Michael Raab von den Maltesern als Abschnittsleiter „Rettungszug West“ mit der Koordination der Arbeit zwischen dem aus Mannheim angeforderten Rettungszug der Deutschen Bahn und den anwesenden Kräften der örtlichen Rettungsdienste beauftragt.

Die zur Sicherheit der eingesetzten Übungsteilnehmer bereitstehende Besatzung des Rettungswagens für reale Einsätze musste glücklicherweise nicht tätig werden, da es während der Übung zu keinem Unfall kam.

Nachdem die Übung erfolgreich beendet werden konnte, gilt es nun das gesamte Material wieder für den nächsten Einsatz zu richten. Die Malteser blicken dabei zufrieden auf eine erfolgreiche und lehrreiche Übung zurück:
 „Es war anstrengend, unter großem Zeitdruck so viele Patienten zu versorgen. Zusätzlich hat die Kälte alle stark gefordert. Wir sind froh, dass wir unser Zelt gut heizen konnten, um so eine gute Versorgung der Patienten zu ermöglichen. Auch hat sich das medizinische Equipment bewährt, 10 – 15 Patienten können wir damit versorgen.
Die Zusammenarbeit mit den anderen Rettungsdiensten hat sehr gut funktioniert, man kennt sich ja, da fällt es leicht zusammen zu arbeiten. Nun haben wir noch einiges an Arbeit mit Aufräumen und wir werden vermutlich den einen oder anderen Euro für Anschaffungen in die Hand nehmen, aber insgesamt sind wir sehr zufrieden.“ fasste Michael Raab die Übung zusammen. (mr)

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