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Malteser in Bruchsal

Einsatzzahlen bei Faschingsumzug in Bruchsal und Hambrücken steigen erneut

Malteser reflektieren Sanitätsdienste in der Faschingswoche

11.03.2019
Faschingsumzug Bruchsal - Rettungshubschrauber landet bei Maltesern
Faschingsumzug Bruchsal: Rettungshubschrauber landet an Unfallhilfsstelle der Malteser

Bruchsal. (nic) Für die meisten Närrinnen und Narren verborgen waren die Malteser Bruchsal bei den Faschingsumzügen in Bruchsal und Hambrücken im Einsatz.
Bei beiden Umzügen wurde eine Unfallhilfsstelle mit über 10 Helfern und einem Notarzt eingerichtet, um im Bedarfsfall Patienten zeitnah und vor Ort umfassend versorgen zu können. Das Konzept der Unfallhilfsstelle wurde vor wenigen Jahren notwendig, da die  im Rahmen des Bruchsaler Faschingsumzugs anfallenden versorgungsbedürftigen Patienten nicht durch den Regelrettungsdienst nach Erstversorgung der Hilfsorganisationen in Kliniken transportiert werden konnten bzw. den Regelrettungsdienst mit seiner Transportkapazität an den Rand des Möglichen brachten. Durch das Vorhalten des Materials für einen Behandlungsplatz im Rahmen der Schnelleinsatzgruppe Bruchsal war es den Maltesern möglich, eine vorgelagerte Instanz zu schaffen und so eine bedarfsgerechte Versorgung zu ermöglichen, ohne Patienten direkt in eine Notaufnahme transportieren zu müssen. Das Konzept beinhaltet das Vorhalten von zwei Intensivbehandlungsplätzen und mehreren Überwachungsplätzen, an denen die Patienten auch über längere Zeit betreut werden können.

Faschingsumzug in Bruchsal
Beim Bruchsaler Umzug waren die Malteser in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz Bruchsal e.V. sowie der Ortsgruppe der DLRG, welche Posten entlang der Umzugsstrecke besetzten und Transportmittel bereithielten, im Einsatz. Die Unfallhilfsstelle wurde in der Hebelschule eingerichtet. Für Aufsehen sorgte das Landen eines Rettungshubschraubers, der einen Patienten in der Unfallhilfsstelle aufnahm und zur Weiterversorgung in eine Karlsruher Klinik flog.

Faschingsumzug in Hambrücken
Einen deutlichen Anstieg der Patientenzahlen erlebten die Malteser beim Faschingsumzug in Hambrücken. Insgesamt mussten sieben Patienten nach einer Versorgung und Stabilisierung in Kliniken transportiert werden. Einige Patienten konnten erfreulicherweise nach mehrstündiger Behandlung aus der Unfallhilfsstelle nach Hause entlassen werden. Unterstützung erfuhren die Bruchsaler Helfer durch das THW Pforzheim sowie die Maltesergliederungen Wiesloch und Schwetzingen.

Steigende Versorgungszahlen in den vergangenen Jahren
Bei beiden Faschingsumzügen überwog als Behandlungsgrund der übermäßige Alkoholkonsum. Zusätzlich sahen sich die Helfer mit Patienten konfrontiert, die währende dem Umzug in Schlägereien verwickelt waren und sich hierbei behandlungsbedürftige Verletzungen zuzogen. Aufgrund des vorgehaltenen Materials, der optimierten Abläufe innerhalb des Behandlungsplatzes und der zusätzlichen Notarztkompetenz sahen sich die Helfer trotz der steigenden Einsatzzahlen zu jedem Zeitpunkt in der Lage eine bedarfsgerechte Versorgung zu gewährleisten. Der Trend der steigenden Einsatzzahlen der vergangenen Jahre regt trotzdem zum Nachdenken an.

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